Auf dem Weg zu mir selbst

VORWORT aus meinem Buch „L(i)ebe dich, und nicht die Gründe dagegen“

Auf dem Weg zu mir selbst verliert alles bisher Geglaubte unerwartet und unvorbereitet seine Bedeutung. Meine Nahtoderfahrung vermittelt mir eine bis dahin unbekannte Gewissheit. Ich beginne die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Frage „Was ist Realität?“ ausschließlich für mich und mein Dasein zu analysieren: Was ist mein Sinn, meine Realität? Dabei erkenne ich, dass meine Beobachtung von mir weg – ausgerichtet auf das andere, die anderen – ist, ich am Rande meiner eigenen Wahrnehmung bin.

Mich selbst zu begreifen erfordert eine Bewusstmachung dessen, wie sich mir meine Welt darstellt. Ist dieser Prozess des Bewusstseinswandels einmal aktiviert, so gibt es kein Zurück, denn Bewusstgewordenes lässt sich nicht aus dem Bewusstsein streichen.

Alte Lebensmuster erfreuen nicht mehr, gut funktionierende Strategien erscheinen sinn- und zwecklos; mit Analyse und Logik ist keine Lebensfreude zu erreichen.

Und so erlebe ich meine Gegenwart dünnhäutig, mit einer neuen Sensibilität, vielleicht sogar Überempfindlichkeit.

Nichts hat mehr Stabilität in dieser Lebensphase, die ich in diesem Buch beschreibe.

Heißt Polarität, dass wir Freude nur erfahren, wenn wir auch die Trauer kennen, dass Frieden nur einkehrt, wenn Unfrieden vorausgegangen ist?

Mit Sicherheit erzählt ein jeder, der mich in dieser Phase meines Lebens begleitet, die Begebenheiten anders, aus seinem Blickwinkel, seiner Wirklichkeit, seinen Emotionen, seiner Wahrnehmung. Und so sind alle hier beschriebenen Ereignisse ausschließlich meine Realität, denn in meinem Leben geht es um meine Erfahrungen und meinen Wandel.

Ich möchte Ihnen Mut machen, sich zu entdecken, zu erkennen, welche „Dramen“ Sie sich kreieren. Vielleicht entdecken Sie Parallelen und ähnliche Muster in Ihrem Leben. Die Geschichten an sich spielen keine Rolle, sind eben Geschichten, die das Leben schreibt. Die Emotionen, und sind sie noch so heftig, motivieren uns weiterzugehen auf unserem Weg zu uns.

Die Erkenntnis aus dem, was uns widerfährt, setzt eine Veränderung in uns in Gang und lässt uns über Verständnis, Vergebung, Vertrauen, Mut und Loslassen zur Liebe gelangen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen:

L(i)ebe dich, und nicht die Gründe dagegen