Was sagt mir dieser Traum?

Träume sind Inspiration durch Bilder und Empfindungen.
Hier findest du eine nächtliche Botschaft, die sehr zusammenhängend in das Wachbewusstsein von R. drang:

„Normalerweise erinnere ich mich nicht oder nur bruchstückhaft an meine Träume. Doch dieses Mal ist es eine in sich schlüssige Szene und ich weiß, dass es eine Botschaft für mich ist. Übersetzt du es mir, bitte:

Ich träumte von einem Ausflug mit dir und meinen erwachsenen Kindern und meinem Schwiegersohn. Wir fuhren mit dem Bus, und irgendwann war ich der Fahrer. Es war eine breite Straße, und wir fuhren so ganz gemütlich – alle Fahrgäste hatten Spaß. Plötzlich wurde der Weg ganz schmal und verlief sehr steil abwärts. Ich fuhr langsam, mit dem Fuß auf der Bremse. Plötzlich waren wir an einer Weggabelung. Wir wollten eigentlich nach unten an den Fluss, aber die Kurve war so spitz, dass wir wahrscheinlich umgefallen wären. So entschied ich mich, nach oben zu fahren.
Der Weg war so steil, dass wir mit dem vollen Bus nicht hochkamen. Ich hatte es versucht, es bestand die Gefahr, abzustürzen. Daher stiegen alle Fahrgäste aus – es waren auch meine Schwestern und mein Exmann an Bord. Wir nahmen alle einen Schnaps und hatten viel Spaß. Dann entschieden wir uns, den Weg herunterzulaufen. Dabei gingen dann alle irgendwie alleine los.

Ich hatte meinen Exmann noch gestreichelt – woraufhin er ganz wütend wurde und mich wegschob. Das hatte mein Sohn (hier nun für diesen Moment ca. 3 Jahre alt) gesehen und lief dann weinend in sein Zimmer. Ich hinterher, um ihn zu trösten – er lag unter dem Bett. (Gefühl: Ich hatte den Eindruck, dass er meine tröstenden Worte verstanden hatte.)

Wir waren dann alle (Businsassen) den Berg herunter an den Fluss gelaufen und dort schön entlang spaziert. Irgendwann drehten wir um. Auf dem Rückweg kamen wir an eine Stelle, wo der Weg überschwemmt und voller Moor war. Wir liefen weiter und versanken bis zum Hals, kamen aber ohne Anstrengung wieder raus und waren auch ganz sauber. Wir setzten uns dann zum Ausruhen auf eine Bank und sahen dann, dass es noch einen anderen trockenen Weg gegeben hätte. Nach einer Weile trafen wir auch alle anderen und feierten zusammen.“

Dazu eröffnete sich mir folgende Erklärung für sie:

Liebe R.

Unser Einander-Begleiten zeigt sich offenbar auch in der Nacht.

Auf deiner momentanen Reise sind alle deine Familienmitglieder hinter dir platziert– du als Busfahrerin beförderst nicht nur dich an das nächste Ziel, sondern alle anderen auch – gemütlich und mit viel Spaß. Die Straße, der Boden unter dir nimmt einen anderen Winkel ein – steil nach unten und du tust alles, um alle heil an ihr, euer, dein (?) Ziel zu bringen. Mit der Bremse verlangsamst du die Fahrt für dich und allen anderen, bis die Gabelung eine Entscheidung von dir einfordert, da du hier die Verantwortung übernommen hast (Lenker des Busses). Die Alternative „Bergab“ lehntest du aus Sicherheitsgründen zu euer aller Wohl ab. Trotz sinnvoller Überlegungen, Achtsamkeit und Anstrengung überfordert ein „Bergauf“ und könnte einen Absturz provozieren. Alle steigen aus dem Bus aus – du bist damit aus der Verantwortung und alle tragen sie nun für sich selbst – auch deine Schwestern und Exmann und trinken einen Schnaps (Aufheiterung und Lebensfreude). Jeder setzte dann einzeln seinen Weg unabhängig fort.

Hier springst du kurz in die Vergangenheit; deine Streicheleinheit zeigt deine Zuwendung zu deinem damaligen Mann. Seine Reaktion und die deines kleinen Sohnes zeigen ein Zeitfenster in eurem Leben, wo ebenfalls eine Gabelung eine Entscheidung forderte. Du tröstetest und begleitetest seinen Seelenschmerz.

Jeder setzt entspannt seinen Weg auf seine Art und Weise fort und auch bei unvorhergesehenen Herausforderungen droht keine wirkliche Gefahr oder „Beschmutzung“. Am Ende kommen alle wieder zusammen, trotz unterschiedlicher Wege.

Botschaft: Du darfst  ja es ist dir sehr empfohlen, deinen Weg nun alleine zu gehen. Diese Entscheidung wird dir abverlangt an der Gabelung, die keine wirkliche Wahl bedeutet. Jeder ist frei und kommt auf seine Art gut ans Ziel. (Das ist doch sehr beruhigend und befreiend.)

Wenn du versuchst, es bei allen Wegabschnitten immer allen recht und bequem zu machen, dann wirst du und alle anderen in deinem Bus irgendwann in Gefahr sein, zu kippen oder abzustürzen. So aber ist jeder auf seine Art unterwegs mit der Aussicht, dass ihr euch alle am Ziel vereint.
Die Trennung zu deinem Ehemann war schmerzlich – doch jetzt ist er genauso ein Teil deiner Mitreisenden und verteilt mit dir den Schnaps.

Genieße einfach deine Freiheit, nur für dich verantwortlich zu sein.